Die Tragödie der "Wilhelm Gustloff"
Günter Grass gebürtiger Danziger, Nobelpreisträger,
in seinem Buche "In Krebsgang" beschreibt die Flucht und Vertreibung sowie auch die Tragödie der Deutschen aus Ost- Wespreußen
und der Stadt Danzig.
Dieses Thema war in Polen, der Tschechoslowakei aber auch in Deutschland als unantastbar anerkannt. Vom Schicksal vieler Flüchtlinge und
Vertriebenen sprachen nur Rechts und Konservative Parteien, der Bund der Vertriebenen und die Landsmannschaften in Deutschland.
In den Ostblockländern wurde dieses Schicksal als historische Vergeltung anerkannt und. Weitere geschichtliche Ereignisse waren als Tabu
anerkannt.
Am 6. Februar diese Jahres wurde die 7. Auflage des oben genanntes Buches herausgegeben. Bis heute sind schon 300-tausend Exemplare
verkauft. Mit solch einem Erfolg hat der Autor nicht gerechnet. Das heißt, dass viele Menschen in Deutschland und nicht nur, die wahre
Geschichte des II. Weltkrieges kennen lernen wollen. ...
Sebald A. Kriebus
Warkotsch war Schneider und Zopf Organist
Wie es der Zufall so oft wollte, lebten beide
Familien in einem Hause, ihre Wohnungen lagen im selben Stockwerk, die Eingangstüren waren gegenüber. Das Haus, indem sie wohnten, war die
ehemalige alte Rydultauer Schule und stand unmittelbar neben der Pfarrkirche. Beide Männer, der Schneider Warkotsch und der Organist Zopf,
hatten die selbe Statur, sie waren hager, mittelgroß, feingliedrig, das Gesicht schmal, Haarfarbe und Frisur nicht viel voneinander
abweichend Beide gingen meistens schwarz oder dunkelgrau gekleidet und Schnitt und Form der Anzüge waren meistens gleich. Beide hatten
einen leichten Gang, im Getue und Gehabe waren sie sich auch ähnlich, man hätte sie gut für Brüder halten können. Nur in einem machten
sie einen Unterschied, in ihrer Gesinnung und in ihrer Muttersprache, Warkotsch sollte eigentlich Zopf heißen und Zopf sollte Warkotsch heißen.
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Leopold Walla |